„Was Kinder betrifft, betrifft die Menschheit!“ – Ein Vormittag an der Montessori-Schule Weiden

Mit diesem Zitat der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori wird nicht nur das ausschlaggebende Kriterium ihrer pädagogischen Zielsetzungen – nämlich die absolute Hinwendung zum Kind als Individuum – deutlich, diese Worte weisen auch in die Zukunft. An dieser Zukunft dürfen wir als Pädagogen aktiv „mitbauen“. Die Montessori-Pädagogik orientiert sich an der individuellen Entwicklung des Kindes, an seinem Lerntempo, seinen Möglichkeiten und seiner Motivation. Von diesen Prinzipien durften sich unsere Referendare zusammen mit ihrer Seminarlehrerin Uta Lorenz am 08.11.2017 an der Montessori-Schule Weiden/Neunkirchen selbst ein Bild machen. Während der Freiarbeitsphase gewährten die Kinder und ihre Lehrkräfte den Studienreferendaren einen Einblick in die reformpädagogische Art des Lernens und Lehrens nach Montessori. Ihr Augenmerk sollten die Junglehrer dabei besonders auf die vorherrschende Lernatmosphäre, auf die Rolle der Lehrkraft sowie auf die Kontaktaufnahme bzw. den Umgangston untereinander richten. In der sich anschließenden Gesprächsrunde mit Frau Högl-Siegler konnten die Teilnehmer ihre Eindrücke vertiefen und Fragen stellen. Dabei wurde die Schulgründerin tatkräftig von jungen „Experten“ aus der jahrgangsgemischten Klasse 1/2 unterstützt. Man konnte förmlich spüren, mit welcher Begeisterung die Kinder lernen. Mit großer Ernsthaftigkeit machten sie in der Runde aber auch deutlich, was sie unter einem guten Lehrer verstehen: „Er muss mir zuhören und meine Fragen beantworten. Er ist in meiner Nähe und ich kann mich immer an ihn wenden.“ Abschließend erhielten die Referendare noch eine Einführung in verschiedene Materialbereiche der Mathematik. Schnell stellte sich im handelnden Umgang mit den hochwertigen Materialien die Frage, wie sich verschiedene Elemente in den Unterricht der Realschule einbauen ließen. Und so schließt sich der Kreis wieder: Wir bauen miteinander an der Zukunft, damit unsere Kinder selbstbestimmte, selbstständige und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten werden können. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Frau Högl-Siegler und ihr Team für die Bereitschaft, dem Studienseminar einen Einblick in ihre Schule zu ermöglichen.

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