Unsere Zehntklässler in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Am 13.10.2017 besuchten die zehnten Klassen der Lobkowitz-Realschule wie jedes Jahr die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Trotz der Nähe zu diesem in der engeren Region einmaligen weltgeschichtlich bedeutenden Mahnmal des finstersten Abschnitts deutscher Vergangenheit, hatten auch dieses Mal einige Schülerinnen und Schüler das ehemalige Lager noch nie besucht und die wenigsten an einer der sehr empfehlenswerten Rundgänge teilgenommen. Zur Vorbereitung der Fahrt und  zur Auffrischung der schon zum Ende der neunten Jahrgangsstufe behandelten Thematik fand um 8 Uhr noch ein 45-minütiger Vortrag in der Aula statt. Neben der Entrechtung, der Ausschließung, der systematischen Verfolgung und Tötung all derer, die nicht in das NS-Menschen- und Gesellschaftsbild zu passen schienen, war ein Schwerpunkt dabei die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt. Namentlich der europa- und weltweit auch in Wahlergebnissen abzulesende gestiegene Einfluss populistischer Bewegungen und die von Teilen der Bevölkerung gezeigte gesellschaftliche Akzeptanz von Aussagen und Positionen, die noch vor wenigen Jahren zumindest öffentlich als klar rechts oder menschenfeindlich gebrandmarkt worden wären. Sichtlich nachdenklich begab sich die Gruppe anschließend zu den Bussen und auf den Weg nach Flossenbürg. Die Rundgänge waren auch dieses Jahr wieder von hoher Qualität und brachten den Schülern das Unfassbare ein großes Stück näher, soweit dies in unserer vergleichsweise stark von Toleranz und Wertschätzung gegenüber dem menschlichen Leben geprägten politischen Ordnung nur möglich ist. Nach den Rundgängen war noch Zeit zur individuellen Erkundung der Ausstellungen und zur Stärkung im Museumscafé der Gedenkstätte, welches als gelungener Gegenentwurf auf diesem damals der Intoleranz und Menschenverachtung geweihten Boden nun von den HPZ-Werkstätten GmbH betrieben wird. Sicherlich hat jeder der Beteiligten etwas an diesem Tag gelernt. Sei es über die Geschichte des Dritten Reiches, über den Umgang mit dieser oder über menschliches Miteinander im Damals und im Heute. Danke an alle, die mit ihrem echten Interesse zur Exkursion beigetragen haben, an die Rundgangsleiter für ihr Engagement und Fachwissen und an die Gedenkstätte für das kostenlose Angebot, uns über dieses wichtige Thema zu informieren!

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