HERAUSFORDERUNG STIMME IM LEHRBERUF - Stimmtraining als Maßnahme der Lehrerprofessionalität

Im Rahmen der psychologischen und auch pädagogischen Ausbildung erhielten die sieben Studienreferendarinnen am Dienstag, 28.11.2017, Gelegenheit ein ganztägiges Stimmtraining zu absolvieren. Eingebettet ist dieses Thema „Stimmtraining“ im Ausbildungsplan im Bereich Lehrerprofessionalität bzw. Lehrergesundheit.
Als Referentin konnte die staatlich geprüfte Logopädin und akademisch ausgebildete Stimmtrainerin Julia Fröhlich vom LeVia Therapiezentrum in Pentling / Regensburg gewonnen werden.
Während einer fachlichen Einführung über die Grundlagen wie: Einsatz der Stimme, Anatomie und Physiologie wurde den Teilnehmerinnen das Säulenmodell der Atemrhythmisch Angepassten Phonation (AAP) verdeutlicht und so die Struktur des Seminartages dargelegt.
Auf der Basis des „Körperbewusstseins“ stehen die vier Säulen: Haltung, Atmung, Stimme und Artikulation, welche wiederum das Dach „Intention – Partnerkontakt“ tragen. Diese Teilbereiche wurden im Laufe des Tages alle intensiv behandelt – sowohl jeweils über die wissenschaftliche Theorie informiert, als auch die praktische Anwendung durchgeführt.
Die korrekte Haltung im Sinne einer ausgeglichenen Körperspannung als Grundlage für einen guten Stimmklang wurde mit verschiedenen Körperhaltungen im Sitzen und Stehen thematisiert. Die Anpassung des Sprechens immer an den natürlichen Atemrhythmus wurde im zweiten Block mit Übungen zur Atemtiefsetzung oder Zwerchfellaktivierung behandelt. Beim Sprechen in der mittleren Sprechstimmlage und Indifferenzlage übten die Teilnehmerinnen Maßnahmen für ein Aufwärmen der Stimme oder das lautere Sprechen ohne die Stimmbänder und den Kehlkopf zu belasten. Auch durch eine präzise Artikulation verbessert der Sprecher die Deutlichkeit und Verständlichkeit beim Sprechen und entlastet dabei trotzdem den Kehlkopf - hierzu wurden durch das Knöchelsprechen oder auch die Affensprache die jungen Lehrerinnen geschult. Übungen zu einer deutlichen Intention – auch mit klaren Bildern im Kopf beim Sprechern, welche die Betonung verbessern und das Sprechen melodiöser, deutlicher und verständlicher machen wurden jeweils reihum durchgeführt.
Da sich die Stimme, Haltung, Artikulation und Atmung bei einer klaren Intention automatisch aufeinander abstimmen, erhielten die Beteiligten in der Abschlussrunde jeweils noch ein individuelles Feedback bei einem improvisierten Kurzvortrag.
Ebenso stimmhygienische Maßnahmen wie Tipps zum Stimmgebrauch z.B. „Gönnen Sie Ihrer Stimme ausreichend Ruhepausen!“, „Trinken sie während längerer Sprechphasen!“, Ratschläge zur Ernährung beispielsweise „Bei Bedarf neutrale Bonbons, wie Gelo Revoice bzw. Isla Moos lutschen!“ oder Hinweise zu den Lebensgewohnheiten fanden ausreichend Platz an diesem informativen und gewinnbringenden Ausbildungstag.

 

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