Lobkowitzer begrüßen die Partnerschulen aus Tschechien und Österreich

Im November duften wir das Gymnasium im tschechischen Tabor besuchen und dort eine erlebnisreiche Woche unter der Schirmherrschaft des Erasmus+ Programms verbringen. Der Gegenbesuch aus Tschechien und von der weiteren Kooperationsschule aus dem österreichischen Lembach fand in der Woche unmittelbar vor den Osterferien statt. Pünktlich zum Mittagessen waren unsere Gastschulen am Montag eingetroffen. Der Nachmittag war gefüllt mit einer tschechischen Sprachanimation, die Frau Paetzolt kurzweilig und bewegungsintensiv durchführte. Nach diesem aktiven Aufwärmprogramm stand mehreren Runden Hallenbiathlon mit Lasergewehren nichts mehr im Wege. In international besetzten Teams wurde um die Podestplätze gekämpft. Abends kamen die Gasteltern hinzu, die nach einem gemütlichen Grillabend ihre Schützlinge mit nach Hause nahmen. An dieser Stelle ein herzlicher Dank für die Gastfreundschaft und die geleistete Betreuung sowie die Versorgung über die gesamte Woche hindurch! Der naturwissenschaftliche Schwerpunkt dieses Austauschprogramms startete am Dienstagmorgen. Über den kompletten Vormittag hinweg standen naturwissenschaftlich-technische Aufgaben sowie biologische und chemische Versuche in gemischten Kleingruppen auf der Agenda. Unter Anleitung der Schüler aus der Lego Robotics-Gruppe von Frau Büllesfeld programmierten die Erasmus-Schüler mehrere Roboter, die dann ihre autonomen Fahrkünste auf vorgegebenen Bahnen demonstrieren mussten. Im Chemiesaal sollte als Forscheraufgabe eine fruchtbare Gartenerde gefunden werden, die ohne umweltsensiblen Torfanteil auskommt. Die Mischung aus alter Gartenerde, gesiebtem Kompost sowie einem Anteil an Sand machte das Rennen und bot eine ökologisch sinnvolle Alternative mit vergleichbaren Eigenschaften zu nicht nachhaltig produzierter Pflanzerde. Versuche zu optimalen Lebensbedingungen für den Regenwurm als wichtigen Humusproduzenten sowie Mikroskopieraufgaben beendeten den Vormittagsteil. Ein Highlight war sicherlich das anschließende opulente Mittagsbuffet in der Schulküche, das Frau Hösl mit ihrer fleißigen Schülergruppe kredenzte. Die kontinentale Tiefbohrung in Windischeschenbach war der zentrale Forschungsort am Nachmittag. Die Labore der ehemaligen Forschungsstation boten ein optimales Umfeld, um Gesteinsarten zu entdecken, zu bestimmen und zu analysieren.
Die Umweltstation in Waldsassen war am Mittwoch ein perfektes Areal für weitere Forschertätigkeiten. Die Bestimmung von Wasserqualitäten unterschiedlichen Ursprungs sowie von Wasserorganismen und Zeigerpflanzen war eine spannende Sache. Das verdiente Mittagessen durfte selbst zubereitet werden, die Schüler konnten lecker Pizzen im hauseigenen Steinofen backen. Geocaching mithilfe von GPS-Geräten gilt als trendige Aktivität, die zudem Forschergeist und Entdeckerfreude aufkommen lässt. Der Kondrauer-Park bot dafür ein ideales Gelände, sämtliche Gruppen konnten ihre Aufgaben entsprechend lösen.
Eine Exkursion nach Regensburg stand am Donnerstag im Mittelpunkt des Tages. Eine eigens ausgearbeitete Rallye durch das Naturkundemuseum vermittelte an den zahlreichen Stationen wichtige Eindrücke in ausgewählte Umweltzusammenhänge, in diverse ökologische Stoffkreisläufe und in die Geologie vorrangig bezüglich der Donauregion. Nachdem die Flüsse Donau und Moldau verbindende Elemente der drei Erasmus-Regionen darstellt, durfte eine Schifffahrt auf der Donau nicht fehlen, so dass das Weltkulturerbe aus der Wasserperspektive bisher unbekannte Ansichten vermittelte. Für die Technikfreaks war der Tageshöhepunkt mit Sicherheit der Besuch der Kartbahn in Wackersdorf. Nach Qualifying und anschließendem Rennen wurde kein Meter im Kampf um die schnellste Rundenzeit verschenkt und so manche Schüler entdeckten die Rennfahrergene in sich.
Die vielfältigen Eindrücke der Woche wurden am Freitag in den einzelnen Arbeits- und Wohngruppen aus den Gastfamilien dokumentiert. Die erstellten digitalen Präsentationen mit zahlreichen Fotos und einigen Texten konnten im Medienraum dem Plenum vorgestellt werden. Mit etwas Wehmut bildete das Mittagessen in der Neustädter Pizzeria den krönenden Abschluss für eine intensive und ereignisreiche Woche. Bereits im Juni geht es zum nächsten Besuch der Erasmus-Schüler, diesmal wird Lembach in Österreich der Gastgeber sein. Wir freuen uns bereits sehr auf ein Wiedersehen!
Ohne das enorme Engagement unserer Schüler, deren Eltern mit entsprechender Bereitschaft und Gastfreundschaft sowie zahlreicher Lehrkräfte könnte ein derartiges Großprojekt nicht erfolgreich durchgeführt werden, allen Beteiligten und Unterstützern gebühren besonderes Lob und ein großes Dankeschön.

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