LOBKO-Forscher auf Exkursion im GEO-Zentrum an der KTB – Schnittstelle von Geowissenschaften und Schule

Im Kontext des Geographieunterrichts bekamen unsere 5c und 5e am 04.04.2019 die Gelegenheit, ihre Kenntnisse zum Lernbereich „Veränderungen der Erdoberfläche“ an der KTB zu vertiefen. Dieser außerschulische Lernort bot den Schülern und Lehrkräften die Möglichkeit, mit Gesteinen zu experimentieren und damit den direkten Bezug zu den geowissenschaftlichen Inhalten des Lehrplans herzustellen.
Geowissenschaftler bohrten in Windischeschenbach 9.101 m tief in die Erdkruste - das tiefste Loch der Welt in hartem kristallinem Festgestein.
An dieser weltbekannten Lokation entstand 1998 das GEO-Zentrum an der KTB als Informations- und Begegnungsstätte für Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit. Das GEO-Zentrum an der KTB ist inzwischen seit 2008 eine moderne Umweltbildungsstätte, die sich der Erde als zentralem Thema widmet.
Klassenweise arbeiteten die Fünftklässler begleitet von den Geographie-Referendaren A. Biermeier, N. Genau und A. Holweg sowie Seminarrektorin Simone Scherb entweder im Labor oder in den Ausstellungsräumen an ihren jeweiligen Forschungsaufträgen.
Im Workshop „Gesteinskunde“ erarbeiteten sich unsere kleinen Forscher angeleitet von Gernot Köcher die verschiedenen Großgruppen der Gesteine sowie den fortwährenden Kreislauf der Gesteine. Alle Gesteine können entweder als Sedimentgesteine, metamorphe Gesteine oder magmatische Gesteine klassifiziert werden. Weitere Unterteilungen sind aufgrund der Bildungsbedingungen der Gesteine möglich und notwendig. Dies ist die Basis für jede geologische Arbeit. Jeder Schüler durfte sein mitgebrachtes Gestein aus dem eigenen Lebensumfeld im GEO-Labor mit grundlegenden geowissenschaftlichen Methoden untersuchen, um die Vielfalt der Gesteine und ihre vielfältigen Eigenschaften kennen zu lernen.
Im Workshop wurden nicht nur kognitive Fähigkeiten, sondern vor allem das Erleben mit allen Sinnen angesprochen – aktives Arbeiten am eigenen Stein sowohl unter dem Mikroskop, mit dem Hammer, einer Salzlösung oder auch der reinen visuellen Betrachtung. Die Schülerinnen und Schüler gelangten dabei unter anderem zur Erkenntnis, dass Stein nicht gleich Stein ist, denn diese unterscheiden sich voneinander und erzählen dadurch etwas von ihrer Entstehung. Gesteine sind sozusagen das Wikipedia der Erdgeschichte! Der Mensch erfährt durch sie unendlich viel von der fernen Vergangenheit und kann daraus für seine Zukunft lernen. Gesteine verändern ihre Eigenschaften je nachdem, ob sie an der Erdoberfläche entstanden sind, ob sie im Erdinneren hohem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt waren oder aus glutflüssigem Magma erstarrt sind.
Dieser außerschulische Vormittag verging für alle Beteiligte viel zu schnell und es wird im Laufe der schulischen Geographiezeit – aber auch in privater Zukunft – sicherlich auf das hier erworbene Wissen in der einen oder anderen Form zurückgegriffen werden.

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Gruppenfoto der Klassen 5c und 5e

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Bestimmung der Gesteinseigenschaften

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Gesteinsuntersuchung unter dem Mikroskop

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Ergebnispräsentation der Gesteinsanalyse

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Gesteinszuordnung zu den drei Hauptgruppen

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Zerkleinerung der mitgebrachten Gesteine

Zusätzliche Informationen

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