Diskofieber

Aus den Boxen in der Turnhalle dröhnt Rockmusik und künstlicher Nebel breitet sich aus. Partylichter schwirren durch die verdunkelte Turnhalle. Die Neuntklässler der Lobkowitz-Realschule sowie die Altersgenossen der Sankt Felix-Schule konnten sich wie in einer Diskothek fühlen, als sie am 11. Mai 2018 die Turnhalle betraten. Doch ein kurzer Film mit ebenso dramatischen wie berührenden Bildern führte den Jugendlichen bald vor Augen wie so eine Nacht nach einem Discobesuch enden kann. Ein Auto, das sich überschlägt, Feuerwehrmänner, die zwei blutüberströmte junge Leute aus dem Wrack befreien, der hilflose Blick des verletzten Fahrers in die Augen eines Retters, während andere seine Freundin mit einem Tuch zudecken. Die beiden Schulleiter der St. Felix-Schule, Rainer Hetz, und der Lobkowitz- Realschule, Irene Sebald, begrüßten die jungen Leute zu einer außergewöhnlichen Kooperationsveranstaltung, zu der auch zweiter Landrat Albert Nickl und Bürgermeister Rupert Troppmann gekommen waren. Der Projekttag „Discofieber“ sollte die Jugendlichen wachrütteln für einen vernünftigen Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, denn häufig sind dies die Hauptursachen für oft tödliche Verkehrsunfälle neben Handynutzung und überhöhter Geschwindigkeit.
Kann ich etwas dagegen tun? Wie komme ich sicher nach Hause? Was tue ich, wenn Freunde betrunken Auto fahren wollen? Darauf und auf viele weitere Fragen gab der Aktionstag Disco-Fieber Antworten.
Im ersten Teil standen Berichte der Rettungskräfte im Mittelpunkt. Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst und Notfallseelsorge erzählten über die Arbeit bei Verkehrsunfällen und vor allem über ihre eigenen seelischen Belastungen bei Unfällen mit Personenschaden.
Nach einer Pause mit kostenlosen alkoholfreien Partydrinks, gespendet von einer Neustädter Cocktail-Bar, leitete lautes und schrilles Räderquietschen den zweiten Teil ein, der auf dem Pausenhof der Felix-Schule stattfand. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr simulierten hier einen Rettungseinsatz bei einem Verkehrsunfall. Beeindruckend für die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer war vor allem der hohe technische Aufwand und die unerwartet lange Dauer eines solchen Einsatzes. Kristina Levin und Marcel Meier aus der 10a stellten sich als professionelle Schauspieler für diesen simulierten Einsatz zur Verfügung und bewiesen auch hier unglaubliche Nervenstärke.
Ein herzlicher Dank gilt allen freiwilligen Rettungskräften, die sich für diesen Aktionstag extra Urlaub genommen hatten, ganz besonders aber Kristina und Marcel. Und unser Appell steht: „Don`t drink and drive!“ - „Wir brauchen dich auch morgen!“

 

 

Zusätzliche Informationen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok